Jahrgangsbester Polygraf Kevin Graber im Interview

 

Vier Brüggli Medien-Lehrfrauen und Lehrlinge haben diesen Sommer ihre 4-jährige Ausbildungszeit beendet und wurden im Namen des Drucker-Urvaters Gutenberg im Romanshorner Hafenareal feierlich getauft. Sandra Ritter schloss die Ausbildung als Drucktechnologin ebenso mit dem eidgenössischen Fachausweis ab, wie Joanna Peter als Polygrafin. Kevin Graber (Abschlussnote 5,4) und Mirjam Eichenberger (Abschlussnote 5,2) erhielten als Polygrafen sogar den begehrten Gutenberg-Preis, welcher vom Branchenverband VISCOM nur an die drei Jahrgangsbesten des Kantons vergeben wird. Wir haben uns mit Kevin Graber über seinen ausgezeichneten Abschluss bei Brüggli unterhalten.

Kevin Graber, Sie durften den Gutenberg-Preis mit einem ausgezeichneten Abschluss als Polygraf mit eidgenössischem Fachausweis entgegennehmen. Wie erklären Sie das gute Abschneiden bei der Abschlussprüfung?
Neben meiner beruflichen Fachkompetenz waren in erster Linie sowohl schulische als auch betriebliche Gründe dafür verantwortlich. Ich habe mich gut auf das Qualifikationsverfahren vorbereitet. Neben dem Repetieren des Schulstoffs und der Vorbereitung auf die praktische Prüfung, habe ich mir immer wieder Entspannungsphasen eingeräumt und mich mit etwas anderem abgelenkt. Das war äusserst wichtig für mich, um die Ruhe zu bewahren. Was mir ebenfalls sehr geholfen hat, waren schulische Merkblätter, die wir als Gruppenarbeiten innerhalb der Klasse zusammen erarbeitet und untereinander ausgetauscht haben. Zudem konnten wir in der Berufsfachschule eine Auswahl an möglichen Fragen unter realen Prüfungsbedingungen lösen. Bei Brüggli Medien wurden wir während der gesamten Ausbildungszeit hervorragend durch erfahrene Ausbildner und Fachleute betreut. Besonders auf die praktische Prüfung wurden wir intensiv vorbereitet. Im Arbeitsalltag bei Brüggli bekam man dafür immer genügend Freiraum. Dank der vielfältigen und spannenden Aufträge von internen und externen Kunden, konnten wir uns an das hohe Leistungsniveau heranwagen.

Wie haben Sie die vier Jahre bei Brüggli erlebt? Gibt es Situationen, die Sie besonders erwähnenswert finden?
Eine persönliche Herausforderung zu Beginn der Lehre war für mich der Umzug vom Berner Oberland in die Ostschweiz. Da mir die Region am Bodensee völlig unbekannt war, musste ich meinen gesamten Lebensraum völlig umstellen. Gerade am Anfang fiel mir das nicht leicht. Diese neue Situation wurde mir Dank der sehr guten Betreuung und Begleitung durch das Team von Brüggli Wohnen erheblich erleichtert. Einen grossen Anteil daran, dass ich mich heute in dieser Umgebung so wohl fühle, haben aber auch meine freundlichen und hilfsbereiten Mitlernenden und Arbeitskollegen. Inzwischen pflegen wir auch ausserhalb der Arbeit eine gute Beziehung untereinander und verbringen gelegentlich unsere Freizeit gemeinsam. In meinem Arbeitsumfeld durfte ich auch meine Lebensgefährtin kennen lernen, die für mich zu einem elementaren Bestandteil geworden ist und mich in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung tatkräftig unterstützt hat.

Würden Sie die Ausbildung wieder bei Brüggli Medien absolvieren?
Ich kann die Ausbildung bei Brüggli Medien nur empfehlen. Während der vier Jahre wurden wir immer bestens begleitet und auch auf persönlicher Ebene durch unsere fachkundigen Ausbildner betreut. Bei Brüggli wird einem genügend Raum geboten, um seine persönlichen Defizite aufzuarbeiten. Einer der grössten Vorteile hier sehe ich vor allem in den externen Praktika. Sie bieten einem die Möglichkeit, die Perspektive zu wechseln und Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Man lernt andere Arbeitsabläufe und Vorgehensweisen kennen. Dies hilft einem dabei, sich besser auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten und bereits erstes berufliches Networking zu betreiben. Ich konnte von meinem Praktikum in einem anderen Lehrbetrieb sehr profitieren.


Das grosse Lehrabschluss-Ziel ist erreicht. Was plant Kevin Graber im Moment beruflich?
Ab August arbeite ich in einer Online-Werbeagentur, wo ich in erster Linie im Bereich Social-Media-Marketing zuständig sein werde. Ich werde dort ein mir völlig neues Gebiet kennenlernen und freue mich auf die Herausforderung. Zunächst steht für mich im Vordergrund, berufliche Praxiserfahrung zu sammeln. Ich kann mir vorstellen, in einigen Jahren eine Weiterbildung in der Branche zu absolvieren. Ich denke zum Beispiel daran, an einer höheren Fachschule den dipl. Gestalter mit Fachrichtung Interaction Design zu besuchen. Letztendlich ist das beste an der Grundausbildung zum Polygraf, dass sie eine ideale Grundlage bietet, um sich auf einem breiten Spektrum zu spezialisieren und weiterzubilden.